Banda Aceh - Sumatra

File 156Die bekannteste Stadt auf der Insel Sumatra ist Banda Aceh, früher Koto Radja (deutsch: Königsstadt) genannt. Durch den Tsunami im Dezember 2004 sowie den Bürgerkrieg in den Jahren 1976 bis 2005 sind große Teile der Stadt zerstört. Mittlerweile ist Normalität eingekehrt und viele neue Gebäude sind errichtet worden, auch schicke Shoppingzentren und gigantische Hotels. Doch an vielen Orten wird man an das Jahr 2004 erinnert. Fünf Jahre nach dem starken Seebeben wurde außerdem ein Tsunami-Museum eröffnet, welches zum einen Informationen und Bildmaterial rund um das dramatische Ereignis bietet, zum anderen als Gedenkstätte dient. Auch für Menschen, die den Tsunami nicht erlebt haben, ist ein Besuch dieses Museums bewegend und lohnenswert.

File 297In weiten Teilen vom Tsunami verschont wurde die große Moschee von Aceh, die Mesjid Raya Baiturrahman. Sie ist von großer Bedeutung für die Bevölkerung der Region, auch, weil sie während des Tsunamis als Schutz und anschließend als Unterkunft für zahlreiche Menschen diente. Die weiß getünchte Moschee stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde immer wieder erweitert. Ihre bezaubernde Mogul-Architektur macht das Gotteshaus zu einem hervorragenden Fotomotiv und zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nicht weit von der Moschee entfernt befindet sich das Museum Aceh (auch: Aceh State Museum), das einen Einblick in die acehnesische Kultur und Geschichte liefert. Traditionelle Häuser, historische Alltagsgegenstände, Waffen, Schmuck und Kleidung gehören zur Sammlung.

Im einstigen Palastgarten Taman Sari (auch: Gunongan Park) gibt es ein entzückendes Bauwerk in strahlendem Weiß zu besichtigen. Es wurde im 17. Jahrhundert im Auftrag von Sultan Iskendar Muda errichtet und begeistert Architekturinteressierte aus aller Welt. Etwas außerhalb der Stadt, bei Lampuuk, kann man außerdem das Haus der Revolutionärin Cut Nya Dien besichtigen. Es ist eines der traditionell erbauten Häuser.