Ubud - Bali

File 174Das kulturelle Zentrum von Bali ist die Stadt Ubud. Neben traditionellem Handwerk sind hier Malerei und Textilkunst bedeutend, auch einige Künstler aus dem Westen haben sich seit den 1920ern hier niedergelassen. Lange galt Ubud daher auch als Ziel von Backpackern und als Geheimtipp. Mittlerweile entstehen große Hotelanlagen, die Stadt hat sich als Reiseziel etabliert.

File 285Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten in der hinduistisch geprägten Stadt Ubud. Besonders interessant sind der Palast Puri Saren und sein Affenwald. Da Affen als die Nachkommen des Hindu-Gottes Hanuman betrachtet werden, gelten sie als heilig. Nicht gerade fromm ist allerdings ihr Verhalten, die Makaken können aufdringlich und aggressiv sein. Ein selbstbewusstes Auftreten und das Verbergen von wichtigen Gegenständen sind zur Abwehr hilfreich. Gegenüber der Anlage gibt es den kleinen Tempel Pura Taman Kemude Saraswati. Im Prinzip steht die ganze Stadt voller Tempel; viele Familien haben ihre eigenen Haustempel, was auf den Reichtum der Menschen in Ubud hinweist.

Ubud hat einige gute Kunstmuseen, zum Beispiel das Museum Agung Rai, das Neka Museum, sowie das Museum Puri Lukisan. In der Seniwati Gallery of Art by Women wird ausschließlich Kunst von Frauen ausgestellt. Die einstige Werkstätte des Malers Don Antonio Blanco ist ebenfalls zu besichtigen, die Anlage ist in sehr gutem Zustand. In einigen Einrichtungen gibt es Aufführungen des traditionellen balinesischen Tanzes, was auf jeden Fall empfehlenswert ist.

Für viele Besucher ist es bereits ein Erlebnis, einfach durch die hübschen Straßen Ubuds zu schlendern und Eindrücke einzufangen. Eine besonders schöne Atmosphäre herrscht auf dem bunten Markt von Ubud. Zur Ruhe kommen kann man hingegen im schönen Botanischen Garten, der vor allem mit seiner Kaktus- und Orchideensammlung beeindruckt.

Außerhalb von Ubud lockt der hinduistische Höhlentempel Goa Gajah zahlreiche Besucher an. Dieser in den Fels gemeißelte Elefantentempel ist absolut faszinierend, man sollte ihn sich auf keinen Fall entgehen lassen. Nicht zu Unrecht ist er bereits seit 1995 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.