Ujung Kulon Nationalpark - Java

File 153Der älteste Nationalpark Indonesiens befindet sich im äußersten Südwesten von Java auf der Halbinsel Ujung Kalon. In seiner bezaubernden Wildnis tummeln sich viele Tiere und auch die Vielfalt der Pflanzen ist überwältigend. Berühmt ist der Park jedoch vor allem für die heimischen Nashörner, die sogenannten Java-Nashörner.

Bereits seit 1921 ist die Ujung Kulon Halbinsel ein Naturschutzgebiet, seit 1992 gehört sie zum Weltnaturerbe der UNESCO. Die Landschaft ist vielseitig und weitestgehend unberührt, sie besteht aus weitläufigem tropischem Regenwald, aus Süßwassersümpfen und Mangrovenwälder. An der Küste gibt es ebenfalls Waldstücke sowie breite Sandstrände und die umliegenden Gewässer haben traumhaft schöne Korallenbänke zu bieten. In der Gegend leben über 300 Tierarten, unter anderem Leoparden, Bantengs, Hirsche, Wildschweine, javanische Pustelschweine, verschiedene Affenarten sowie Flughunde. In den Flüssen sind Schildkröten, Pythons, Warane und Krokodile zuhause. Eher selten bekommt man allerdings die Java-Nashörner (Rhinoceros Sondaicus) zu Gesicht. Von dieser heimischen Nashorn-Art mit nur einem Horn sind nur noch wenige Exemplare am Leben und diese sind zu Recht scheu. Ihre Spuren sind jedoch an vielen Orten zu sehen.

Im Nationalpark kann gewandert werden, ein Klassiker sind mehrtätige Trecks durch die vielseitige Landschaft mit Übernachtungen in Schutzhütten. Auf den Flüssen werden Kanutouren angeboten. Wer sich die farbenprächtige Unterwasserwelt anschauen möchte, kann zu den vorgelagerten Inseln Peucang, Handeuleum, Panatian und Umang fahren. Hier gibt es ideale Spots für Schnorchler und Taucher, aber auch tolle Strände zum Baden. Auf den Inseln werden Bungalows vermietet.

Die meisten Ausflüge in den Ujung Kalon Nationalpark starten in Labuan, die Stadt ist einige Stunden von Jakarta entfernt. Für den Eintritt in den Park muss das übliche Permit bezahlt werden.

Im gesamten Nationalpark besteht erhöhte Malaria-Gefahr, man sollte sich also gut vor den Moskitos schützen und möglicherweise Malaria-Prophylaxe einnehmen. Auch sollte man sich nie ohne Guide durch das Gebiet bewegen.